Hintergrund: Für diese Angst sind echte Gefahren die Auslöser. Sie entwickelt sich allmählich anhand konkreter Erlebnisse (z.B. eine heiße
Herdplatte) oder anhand der Warnung Erwachsener (z.B. vor dem offenen Fenster oder dem Straßenverkehr).
Häufig kommt es zu übertriebener Realangst, wenn
-
Eltern überängstlich sind
und sich diese Angst auf ihr Kind überträgt. Es wird dann in seiner Persönlichkeitsentwicklung beeinträchtigt (Neugierde und Selbstsicherheit nehmen ab) und bleibt abhängig vom
überängstlichen Elternteil.
-
das Kind Überforderung
ausgesetzt ist. Z.B., wenn Eltern ihr Kind Mutproben unterziehen, um Angst zu überwinden (etwa beim Sport). Kinder reagieren dann oft mit Weinen, Wüten oder auch
Herumalbern.
-
das Kind Trennungsängste
hat, z.B. weil es tatsächlich verlassen wurde (etwa bei Scheidung, Tod, Krankenhausaufenthalt). Das Kind verliert das Vertrauen aus Angst vor der Wiederholung des
Verlassenwerdens. Solche Ängste entstehen häufig auch aufgrund der Drohung, dass das Kind ins Heim geschickt wird, wenn es nicht "brav" ist.
richtige Verhaltensweise:
Je nach Vitalität wird das Kind mit Weinen oder Wüten reagieren. Wichtig ist, zu verstehen, dass es seelisch verletzt ist und
über diese Verhaltensweisen seine Verletzung zu heilen versucht.